KMU plus Energy Intelligence

KI bietet enorme Einsparpotenziale bei Energiekosten für KMU

Energie: KMU können Effizienz durch KI deutlich steigern

In Zeiten ständig steigender Strompreise ist Energie ein bedeutsamer Kostenblock in kleinen und mittleren Unternehmen. Gerade hier ist das Bewusstsein über Einsparungsmöglichkeiten jedoch noch gering ausgeprägt. Nun soll KI dabei unterstützen, die Effizienz zu steigern und die Potenziale zu erschließen. Am 01.12.2018 startete ein Pilotprojekt gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

 

Enorme Einsparpotenziale bei Energie

Laut Expertenschätzungen liegt das Kosteneinsparpotenzial von KMU bei Energie im Bereich von 5 bis 20 Prozent der Gesamtkosten. Die Bestrebungen zur Steigerung der Effizienz und zur Kostensenkung halten sich bei kleinen und mittelständischen Unternehmen bisweilen dennoch in Grenzen. Während verschiedenste Sensoren unter der Flagge "Smart Home" immer stärker in Privathaushalte Einzug halten und dort für Einsparungen sorgen, sind entsprechende Infrastrukturen in KMU noch kaum vorhanden.

Nun startete das Projekt "KMU plus Energy Intelligence" in Parsberg, mit dem diese Rückstände aufgeholt werden sollen. Der erste Bürgermeister der Stadt, Josef Bauer, begrüßte die Projektbeteiligten am 1. Februar 2019. Die Gesamtkonzeption der Systemlösung übernimmt die Nürnberger Trevisto AG. Das spezialisierte IT-Unternehmen ist außerdem für die Entwicklung und Umsetzung der Systemarchitektur verantwortlich.

 

KI und vernetzte Systeme als Basis

Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer modularen Energie-Management-Lösung für kleine und mittlere Unternehmen als Mehrwert im Zuge einer ganzheitlichen digitalen Transformation. Durch mehr Effizienz im Umgang mit Energie soll die Wettbewerbsfähigkeit im produzierenden Gewerbe nachhaltig gesteigert werden. Zunächst wird eine sukzessive Vernetzung aller relevanten Kommunikationssysteme in den beteiligten Unternehmen umgesetzt. Der Hintergrund: Ohne eine geeignete IT-Infrastruktur können die Algorithmen des Systems nicht arbeiten. In diesem Kontext müssen beispielsweise Sensoren eingesetzt werden, deren Anschaffung sich aufgrund der Einsparungen jedoch schnell rechnet.

Die Energy Intelligence Lösung selbst wird modular aufgebaut sein, um einen stufenweisen Ausbau des Systems zu ermöglichen. Hinsichtlich der Funktionsweise des Systems spielt KI (künstliche Intelligenz) eine wichtige Rolle. Die KI analysiert Daten aus dem Betrieb in Echtzeit. Daraus leitet sie wiederum Handlungsempfehlungen für die Produktion ab. Auf diese Weise lassen sich unter anderem teure Spitzenlastzeiten vermeiden.

 

KMU-gerechte Lösung

Bei dem KI-Projekt zur Steigerung der Energie-Effizienz stehen die speziellen Bedürfnisse von kleinen und mittelständischen Unternehmen klar im Fokus. So werden sämtliche Ebenen des Energie-Managements - von der Datenerfassung und -verarbeitung bis zur Bedienung und Überwachung - KMU-gerecht ausgestaltet. Vorhandene Daten aus den Bereichen Logistik, Produktion und Energie werden sinnvoll vernetzt und bewertet. Optimierungsmaßnahmen können durch die Unternehmen dann in Eigenregie eingeleitet werden. Zudem unterstützt die Energy Intelligence Lösung Betriebe bei der Umsetzung eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001. Diese befasst sich neben der Erfassung von Energieflüssen und der Bewertung der aktuellen Effizienz ebenfalls mit konkreten Verbesserungsmaßnahmen.

 

Das Projekt "KMU plus Energy Intelligence" wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Verbund-Partner des Projektes sind:

Trevisto AG, BUILD.ING Consultants + Innovators GmbH, TH Nürnberg, Fraunhofer IIS, MC-Tech Metallbau GmbH