Künstliche Intelligenz: Job-Killer oder exzellente Chance?

Woher kommt die Angst vor künstlicher Intelligenz?

Künstliche Intelligenz: Job-Killer oder exzellente Chance?

Es sind Bilder wie leer gefegte Bürogebäude oder autonome Produktionsanlagen, die Menschen hierzulande mit dem Begriff "künstliche Intelligenz" verbinden. Doch wird KI tatsächlich Millionen von menschlichen Mitarbeitern ersetzen? Sind Algorithmen stets mit Automatisierung und Jobverlust gleichzusetzen? Oder ergeben sich durch die rasante technologische Entwicklung möglicherweise neue Chancen, von denen Unternehmen und Mitarbeiter gleichermaßen profitieren können?

 

Woher kommt die Angst vor künstlicher Intelligenz?

Dass weite Teile der Bevölkerung fürchten, künstliche Intelligenz könnte schon bald menschliche Arbeitskräfte überflüssig machen, hat im Wesentlichen einen einzigen Hintergrund: KI ist für viele von uns eine Blackbox. Kaum jemand weiß, wie die Technologie im Detail funktioniert. Zweifelsfrei erreichen Algorithmen bereits erstaunliche Fertigkeiten - etwa bei der Bild- und Spracherkennung oder bei der Fahrzeugsteuerung. Von einer Massenarbeitslosigkeit durch künstliche Intelligenz sind wir jedoch weit entfernt. Deutlich wahrscheinlicher ist es hingegen, dass uns Computer von Routinetätigkeiten entlasten werden. Hierdurch entsteht mehr Freiraum für Aufgaben, die menschlichen Verstand erfordern. Bestimmte Jobs könnten zwar verschwinden, gleichzeitig entstehen jedoch völlig neue Berufsbilder. Vermutlich werden Mensch und Maschine nicht um Arbeitsplätze konkurrieren, sondern sich gegenseitig ergänzen und unterstützen. Dadurch hat der Mensch die Möglichkeit sich bedeutenderen Aufgaben zu widmen, wie etwa Entscheidungen auf Basis der Ergebnisse zu treffen, die Dank KI binnen Sekunden vorhanden sein werden.

 

Unternehmen müssen handeln

Trotz der enormen Potenziale verhalten sich deutsche Unternehmen eher zögerlich, wenn es um Investitionen in KI-Technologien geht. Der Grund ist unter anderem, dass es sich um langfristig angelegte Optimierungsprojekte handelt, deren monetärer Nutzen nur schwer greifbar scheint. Fakt ist jedoch auch, dass ausgeprägte Zurückhaltung Wettbewerbsnachteile mit sich bringen wird. Anstelle quantifizierbarer Faktoren wie eines ROI (Return of Investment) sollten daher qualitative Ziele wie verbesserte Prozesse, eine höhere Kundenzufriedenheit oder optimierte Produkte im Vordergrund stehen. Zudem gilt es, Ängste und Vorbehalte bei den Mitarbeitern abzubauen. In der Kommunikation muss betont werden, dass KI weit über reine Automatisierung hinausgeht. Vielmehr wird sie Prozesse in der Zusammenarbeit mit Menschen unterstützen und Lücken schließen, die durch den Fachkräftemangel ohnehin bestehen.

 

Deep Learning ebenfalls mit hohem Potenzial

Maschinen werden künftig nicht nur Prozesse automatisieren. Ein vielerorts unterschätztes Potenzial verbirgt sich insbesondere in den Daten. Hier kommt die KI-Disziplin "Deep Learning" ins Spiel. Sie nutzt Neuronale Netze und große Datenmengen, um genaue Prognosen zu liefern und Transparenz für die Entscheidungsfindung im Unternehmen zu schaffen. Die innovativen KI-Methoden ermöglichen außerdem die Entwicklung neuer, datenbasierter Geschäftsmodelle. Durch die smarte Vernetzung von Daten ist es beispielsweise möglich, eine vorausschauende Wartung von Maschinen zu realisieren ("Predictive Maintenance"). Ein weiterer Anwendungsbereich ist die Optimierung der Logistik. Im Marketing können Deep Learning-Systeme Kaufempfehlungen personalisieren. Die Liste der Beispiele lässt sich endlos fortsetzen. Klar wird jedoch, dass künstliche Intelligenz dazu beitragen kann, Kunden durch intelligente Services zu binden, Kosten zu senken und zusätzliche Geschäftsfelder zu erschließen.

Hinzu kommen weitere Wettbewerbsvorteile, die mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz einhergehen. So ist für Unternehmen keine Investition in den Aufbau ganzer Abteilungen notwendig. Das Neuronale Netz trainiert anhand eines definierten Ziels und optimiert sich selbst kontinuierlich. Entscheidend sind an dieser Stelle die Experten aus dem Bereich KI und Prozessintegration, um die Mehrwerte in vorhandene oder neue Geschäftsmodelle zu integrieren. Außerdem werden mittels künstlicher Intelligenz Verbindungen zwischen unterschiedlich strukturierten Daten aufgedeckt und somit den Unternehmen ganz neue Blickwinkel auf ihre Daten ermöglicht.

 

Fazit: Veränderung muss angenommen werden

In Summe birgt künstliche Intelligenz zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten und ein hohes Innovationspotenzial. Die Szenarien reichen von der Automatisierung einfacher Aufgaben bis zur Abbildung komplexer Analyseszenarien. Zahlreiche Unternehmen schrecken aufgrund fehlender Erfahrung und Expertise dennoch vor einer konkreten Anwendung zurück. Sie verbauen sich damit allerdings Zukunftschancen und laufen Gefahr, den Anschluss zu verlieren.

Wir als Trevisto entwickeln und forschen rund um KI in unterschiedlichen Bereichen. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. KI kann bereits heute für die verschiedensten Zwecke und Branchen als Lösung für Qualitätsprobleme, zur Fehlervermeidung und zur Prozessoptimierung eingesetzt werden und gilt als wichtigste Technologie der Zukunft. So können beispielsweise dem Qualitätsmanagement in der Maschinensteuerung durch die Erhöhung der Prognosegenauigkeit oder durch die Optimierung von Steuerparametern zur Qualitätsverbesserung ganz neue Möglichkeiten aufgezeigt werden. Aber auch ein Greenkeeper kann durch KI in seiner täglichen Arbeit unterstützt werden. Mit Hilfe von Sensoren und Neueronaler Netze kann eine Analyse der Grünfläche präzise Empfehlungen für die Rasenpflege aussprechen und so die Ressourceneffizienz enorm steigert.

Unternehmens- und Produktionsstrukturen werden sich durch den Einsatz von KI radikal verändern. Die intelligente Nutzung von Daten steht in den meisten Unternehmen erst am Anfang. Doch eins ist sicher: prädiktive Qualität wird an Bedeutung gewinnen.